Marie-Elisabeth Hecker (* 5. März 1987 in Zwickau) ist eine deutsche Cellistin. Sie gewann 2005 als eine der jüngsten Teilnehmerinnen den ersten Preis beim
Rostropowitsch-Wettbewerb, dem bedeutendsten Cello-Wettbewerb, der alle vier Jahre in Paris stattfindet.
Sie ist das fünfte von acht Kindern einer Pfarrersfamilie aus Kirchberg bei Zwickau. Bereits im Alter von fünf Jahren entwickelte sich ihre Leidenschaft zum Cellospiel. 1992 begann sie bei Wieland Pörner am Robert-Schumann-Konservatorium dieses Instrument zu studieren.
Sie gewann ab 1999 mehrere Wettbewerbe von Jugend musiziert, im Jahr 2001 den ersten Preis und Sonderpreis beim internationalen J. J. F. Dotzauer-Wettbewerb in Dresden. 2001 bis 2005 erhielt sie Unterricht bei Professor Peter Bruns im Fach Violoncello und Klaviertrio als externe Schülerin des und seit 2005 als Studentin der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Sie nahm mehrfach an Kammermusikkursen und Meisterkursen teil.
Marie-Elisabeth Hecker gehört zu den 23 Nachwuchs-Instrumentalisten, die von der Kronberg Academy (Kronberg, Taunus) eingeladen wurden, um bei den Chamber-Music-Tagen zwei Wochen lang mit den Meistern ihrer Fächer zu arbeiten.
Am 8. Juni 2010 begeisterte sie ihre Zuhörer in der Zwickauer
Neuen Welt anlässlich des 200. Geburtstages von
Robert Schumann mit dem Cello Concerto, Op. 129, das sie zusammen mit der Staatskapelle Berlin unter Leitung von
Daniel Barenboim im Rahmen eines Galakonzert dem Publikum darbot. 2011 ist Marie-Elisabeth Hecker "Artist in Residence" beim Musikfestival Heidelberger Frühling.